Ein heiße Verführung im Büro 

Ein Erlebnis, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ereignete sich spontaner und unerwarteter denn je. Die Anfrage erreichte mich noch an meinem Arbeitsplatz. Ich blickte verstohlen auf mein Handy und las die Zeilen. Ob ich heute Abend denn Zeit hätte, lautete die Frage – Ort und kurze Eckdaten folgten. Meine Abendplanung war tatsächlich nicht derart ausgelastet und so konnte ich den Feierabend kaum mehr erwarten. Anfragen während ich im Büro saß sind besonders spannend. Es reizt mich ungemein, dass ich mein kleines, verruchtes Geheimnis in meinem sonst so biederen Umfeld habe. Es irritierte mich aber, dass kein Hotel genannt war. Lediglich eine Adresse erhielt ich. Ich dachte mir, dass es wahrscheinlich ein Hausbesuch sei. Solche Anfragen sind zwar recht selten und auch weitaus riskanter als ein Restaurant- oder Hotelbesuch, allerdings war der Kunde der Agentur gut bekannt und es gab bisher nie Komplikationen. Drei Stunden würde ich bis zum vereinbarten Ort benötigen und da es recht spät am Abend war und ich flexibel sein wollte, mietete ich mir ein Auto. So konnte ich auf dem Weg noch etwas shoppen gehen. Ich erstand ein wunderschönes tailliertes Kleid, welches seidig meinen Körper umschmeichelte. Ich behielt es direkt an. 

Das Ziel lag mitten im Ort. Ein Glück: keine verlassene Waldhütte (man geht ja immer vom Schlimmsten aus). Das Gebäude war ein klassischer, unauffälliger Bürokomplex. Ich studierte die vielen Klingelschilder und tatsächlich: der mir genannte Name gehörte zu einem Anlagenberater-Büro. Ich habe noch nie jemanden erotisch im Büro besucht und so war ich richtig aufgeregt. Zögerlich schellte ich und schritt kurze Zeit später die Treppen hinauf um vor der einzigen, einen winzigen Spalt offen stehenden Tür stehen zu bleiben. Unsicher, ob ich sie aufdrücken sollte, wartete ich eine kleinen Moment – da schwang sie auch ganz auf und ein attraktiver Gentleman sowie ein verlassenes, sehr modern eingerichtetes Büro offenbarten sich mir. 

Er ließ mich eintreten. Wir unterhielten uns nur kurz, etwas Smalltalk – ich wusste absolut nicht, was auf mich zukommen würde, aber ich war zu nahezu allem bereit. Mein Outfit gefalle ihm sehr. Ich solle im Büro auf- und abwärts gehen, so tun, als wäre ich dort ganz allein und mich langsam dabei ausziehen. Nichts leichter als das, dachte ich mir. Es war mal was anderes und das gefiel mir sehr. Zudem hatten die Vorfreude während des langen Arbeitstages und der Autofahrt meine Erregung ins Unermessliche getrieben – ich hatte eine unbändige Lust auf diesen fremden, attraktiven Mann, der mich so voller Verlangen begutachtete, in diesem fremden, stylischen Büro. 

Einen Striptease ohne Musik gab ich bisher auch noch nie – aber es war auch keine von Nöten. Ich schritt auf meinen klassisch eleganten High Heels durch die Räumlichkeiten und schälte mich dabei langsam aus meinem Kleid. Drunter trug ich eines meiner liebsten Sets der Marke Agent Provocateur und helle Strapse. Ich bewegte mich weiter, sah mich etwas um. Durch einen kleinen Spalt in der gegenüberliegenden Tür vernahm ich ein verstohlenes Gesicht, kurze Bewertungen. Ein Voyoeur also. So fiel Kleidungsstück nach dem anderen zu Boden – bis ich dastand wie Gott mich schuf. Doch selbst jetzt machte er keine Anstalten mir näher zu kommen, mich zu berühren. Ich solle weitermachen. Bis zum Schluss. Also gut. Ich ging – nackt wie ich war – auf einen großen Ohrensessel zu und setzte mich breitbeinig. Langsam griff ich in meine Handtasche, die voller Toys war, und zog einen schön geformten Glasdildo hervor. Ich begann es mich selbst zu machen, war ganz in dem Moment und vergaß kurzzeitig tatsächlich, dass mir jemand dabei zu zusah. Ich erhöhte das Tempo, keuchte. Die Erregung in seinen Augen machte mich nur noch mehr an. Ich wusste genau, was er da hinter dem Türspalt tat, obgleich ich es nicht sehen konnte. Er konnte mich nicht berühren und ich konnte ihn nicht berühren – und trotzdem fühlte ich eine Verbundenheit. Als er kam stöhnte er. Es war der einzige Laut, den ich während des Ganzen von ihm hörte. Laut, durchdringend, erleichtert.

Wir zogen uns schweigend an. Er bedankte sich für den schönen Abend. Ich war irritiert. Soll es das jetzt schon gewesen sein? War er vielleicht doch nicht zufrieden? Doch er meinte es ernst: ich hätte seine Erwartungen erfüllt, das war es, was er sich gewünscht hätte. Und so trennten sich unsere Wege. Er, schnell in die Dunkelheit verschwindend, und ich, vor Erregung noch leicht zitternd zum Auto schwankend.