Lederpeitschen, Augenbinden, Fesseln… All das ging mir durch den Kopf, als ich meine erste Anfrage bezüglich eines BDSM-angehauchten Dates bekam. Zugegeben, mir wurde schon etwas mulmig bei dem Gedanken – allerdings war meine Neugierde viel zu groß. Ich wollte schon immer einmal einen Einblick in diese ganz andere, eventuell noch verruchtere Welt werfen und nun bat sich mir die ideale Gelegenheit dazu. Es konnte gar kein peinliches Erlebnis werden, welches man schnell versucht unter den Teppich zu kehren, wenn es dann doch nicht so gelaufen ist, wie man es sich vorstellte. Ich hatte vielmehr die Möglichkeit, mich einem völlig fremden Mann hinzugeben, mit ihm diese Erfahrungen – ganz gleich welcher Art – zu sammeln und danach würde jeder seiner Wege gehen. Es waren die optimalen Rahmenbedingungen.

Die Anfrage des Kunden war recht detailliert, wofür ich bei spezielleren Wünschen immer dankbar bin. So fällt es mir viel leichter, mich im Vorfeld auf mein späteres Gegenüber einzustellen. Er sei dominant und würde sich von mir wünschen, dass ich mich von ihm „leiten lasse“. Es solle ein Zusammenspiel aus Lust und Schmerz geben. In meinem Repertoire befand sich bereits ein Set aus Lederfesseln, einer Lederpeitsche, Seilen und einem Knebel. Die würde ich mitnehmen, zusätzlich zu meinem üblichen Equipment. Bei meinem Outfit war mir freie Wahl überlassen. Ich entscheid mich nach einigen Überlegungen für ein leichtes, verspieltes Sommerkleid, High Heels und Spitzendessous in zarten Tönen. Meine Haare flocht zu einem langen Zopf, damit sie nicht stören würden. Auch, wenn ich bei BDSM an Lack, Leder und Latex dachte, so schien mir das in diesem Fall etwas unpassend, zumal auch nicht explizit danach gefragt wurde. In der ausgewählten Kleidung fühlte ich mich wohl, sie war sexy und ich hatte das Gefühl, devot auszusehen – zumindest so, als würde ich mir etwas sagen lassen. Mit klopfendem Herzen machte ich mich auf dem Weg zum Hotel.

Es wart kein gewöhnliches Hotel, sondern eines, das speziell für solche Anlässe gebucht wird. Zumindest würde ich hier keinen unangenehmen Fragen ausgesetzt sein. Ich wusste, dass er mich im Zimmer erwartete. Das Licht im Gang war schwach und ich fühlte mich ein wenig wie in einem Film. Ich klopfte und ein großer, eleganter Mann öffnete mir. Er war bemerkenswert zuvorkommend, half mir aus meinem Jäckchen und bot mir einen Drink an. Wir führten Smalltalk, witzelten und verstanden uns wirklich auf Anhieb. Wie konnte dieser Mann mich gleich verprügeln? Ich war genauso gespannt wie skeptisch. Schließlich waren zwei Stunden gebucht und die sind erfahrungsgemäß rasch verstrichen. Unser Gespräch nahm jedoch schnell eine Wendung, als er auf seine Erwartungen an unser Date zu sprechen kam. Er verriet mir, dass er schon weitreichende und intensive Erfahrungen im BDSM Bereich gesammelt hat. Es sei immer wieder etwas Neues – eine Erfahrung aufregender als die andere. Und ich könne gewiss sein, an meine Grenzen gebracht zu werden. Er wolle aber langsam mit mir anfangen. Meine Ungeduld war wohl offensichtlich, wie seine Hand schon lange auf meinem Oberschenkel ruhte und jetzt begann, sich immer weiter hochzuarbeiten. Ich bekam eine Gänsehaut und fühlte mich wie elektrisiert. Zögernd streckte ich meinen Arm aus, wollte auch ihn berühren, aber er griff bestimmt nach meinem Handgelenk und hielt es einfach fest. Ich sollte ihn noch nicht berühren.

Er wollte mich erst begutachten. Dafür zog er meine beiden Schenkel weit auseinander, streich mit seinen Fingern meine Oberschenkel hoch, über den Rand meines Höschens zu meinem Bauch und wieder herunter. Schob mein Kleid hoch. Ich wollte ihn so sehr berühren, etwas tun – wie sollte ich das passiv hinnehmen? Aber ich durfte es nicht. Und das war erst der Anfang.

Er zog mir das Kleid über den Kopf, strich über meine Brüste, sanft, kreisend. Dann nahm er meine Brustwarzen zwischen seinen Daumen und Zeigefinger und drückte fest zu. Und noch einmal. Ich sah zu, wie meine Brustwarzen ganz hart wurden und sich aufstellen. „Gut so…“ murmelte er. Er hatte Nippelklemmen dabei, die er mir mit gekonnten Griffen anlegte. Es war unangenehm, aber auszuhalten. Seine Hände ertasteten weiter meinen Körper, strichen wieder über mein Höschen. Jetzt steckte er seine Hand komplett rein. Oh Gott. Diese Kombination aus dem, was ich durch diese Berührung empfand und dem immer stärker werdenden Schmerzgefühl in meinen Brustwarten war kaum zu beschreiben. Er schien sichtlich amüsiert über meine Reaktion, machte aber unbeirrt weiter. Ich spürte, wie ich immer feuchter wurde.

Dann hörte er abrupt auf. Er öffnete seine Hose, drückte meinen Kopf runter und deutete mir mit eindeutiger Geste, was ich zu tun hatte. So direkt hat sich noch kein Mann von mir genommen, was er wollte und es machte mich richtig an. Es gefiel mir, wie er mich wie sein Spielzeug benutzte.

Er hielt die Beherrschung, während ich zu seinen Füßen versuchte, ihn um den Verstand zu bringen. Er zog mich mit an meinem Zopf hoch, warf mich regelrecht aufs Bett, fesselte mich. Ich lag dort, meine Arme und Beine weit von mir gestreckt, ihm vollkommen ausgeleiert und über die Maßen erregt. Ich sah, wie er ein kleines schwarzes Stück Stoff in den Händen hielt. Himmel, jetzt verband er mir auch noch die Augen. Kurz darauf vernahm ich ein Summen. Ein Vibrator. Er wollte mich wirklich auf allen Ebenen an meine Grenzen bringen. Ich spürte den kräftig rotierenden Vibrator, den er mir langsam einführte. Ich wand mich, stöhnte. Die Vibration war so stark, traf genau die richtigen Stellen, dass der Orgasmus nicht mehr weit war. Das schien er zu bemerkte. Er stoppte und ich fehlte ihn an, weiterzumachen. Doch stattdessen spürte ich die harten Striemen der Peitsche auf meinen Körper sausen. So ging das immer weiter: erst die Lust — dann der Schmerz. Ich war kurz davor durchzudrehen! Ich wollte endlich kommen, doch er ließ mich nicht. Noch nicht.

Er befahl mir, mir einen Buttplug einzuführen, während er langsam in mich eindrang. Langsam, nicht weil er Rücksicht nahm, sondern weil er mich in den Wahnsinn treiben wollte. Und es gelang ihm. Ich fühlte mich wie im Rausch. Seine rechte Hand umschloss meinen Hals, mit der linken stütze er sich ab. So fickte er mich, rücksichtslos, beherrschend und unberechenbar. Ich kam innerhalb von Sekunden.

Diese Erfahrung zählt zu den intensivsten meiner Escort-Tätigkeit. Ich habe gelernt, das BDSM im Kopf beginnt und endet. Es kommt nicht darauf an, was für Praktiken wann, wie und wo ausgeführt werden, sondern auf die mentale Einstellung der Partner, Hingabe aber auch ein gewisses Vertrauen. So kam ich in Genüsse, von deinen ich mir nie hätte träumen lassen.